
*) mit Unterstützung von USA, UK, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Kanada, Australien
Zusammenfassung des Videos mit Prof. John Mearsheimer
Eskalation ohne Strategie – Kritik an US-Kriegspolitik und Führung
Der Text zeichnet das Bild einer US-Aussenpolitik, die zunehmend von unilateraler Gewalt, fehlender strategischer Klarheit und politischer Selbsttäuschung geprägt ist. Kriege würden ohne klare Legitimation geführt und in der Öffentlichkeit weitgehend akzeptiert, wodurch sich eine Normalisierung von militärischer Aggression etabliere. Freiheit werde dabei rhetorisch beschworen, während staatliches Handeln faktisch immer weniger kontrolliert werde.
Am Beispiel eines möglichen Kriegs gegen Iran wird diese Kritik konkretisiert: Die militärischen Ziele – Schwächung Irans, Sicherung strategischer Routen und Eindämmung nuklearer Ambitionen – seien verfehlt worden. Stattdessen habe sich die Lage verschlechtert: wirtschaftliche Schäden drohen global, die Eskalationsspirale dreht sich weiter, und die Wahrscheinlichkeit einer nuklearen Aufrüstung Irans steige sogar. Der Krieg erscheine damit als strategisches Desaster.
Die politische Führung wird als inkohärent und überfordert dargestellt. Widersprüchliche Aussagen, unrealistische Erfolgsmeldungen und gleichzeitige Eskalationsdrohungen deuteten entweder auf Kontrollverlust oder hektisches Reagieren in einer ausweglosen Situation hin. Die USA seien in einen Konflikt geraten, aus dem sie kaum aussteigen können, ohne Gesichtsverlust zu riskieren – ein Muster, das mit dem Vietnamkrieg verglichen wird: Eskalation als Ersatz für Strategie.
Besonders kritisch bewertet wird die militärische Planung. Der Einsatz von Bodentruppen erscheine operativ kaum durchführbar und hochriskant. Geografische, taktische und logistische Realitäten sprächen gegen einen Erfolg. Gleichzeitig wachse die Gefahr, dass jede weitere Eskalation neue Zwänge erzeugt und noch tiefere Verstrickung nach sich zieht.
Hinzu komme eine ideologische Aufladung des Konflikts. Religiös aufgeladene Rhetorik aus Regierungskreisen wirke wie ein Rückfall in vormoderne Denkmuster und untergrabe den säkularen Anspruch staatlichen Handelns. Parallel dazu würden innenpolitische Dynamiken – Machtinteressen, Einflussnetzwerke und politischer Druck – rationale Entscheidungen zusätzlich verzerren.
Der Text kritisiert zudem eine weitgehende Abwesenheit von Opposition im Innern: Medien, politische Eliten und Öffentlichkeit würden zentrale Fragen zu Völkerrecht, Menschenrechten und Kriegslegitimation kaum mehr stellen. Dadurch entstehe ein Klima, in dem selbst gravierende militärische und moralische Grenzüberschreitungen ohne ernsthafte Konsequenzen bleiben.
Insgesamt entsteht das Bild einer Grossmacht, die sich in einem selbstverstärkenden Kreislauf aus Eskalation, politischer Selbstrechtfertigung und strategischer Orientierungslosigkeit befindet – mit potenziell weitreichenden Folgen für die internationale Ordnung.
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Kommentar: Trump ist inkohärent und lügt. Seine Abgesandten (Jared Kushner und Steve Witkoff) sind inkompetent, unqualifiziert, ihnen fehlt jede für ihren Auftrag nötige Expertise und zu guter Letzt vertreten sie Israels Interessen und nicht jene der USA. Sie sind also für Verhandlungen in Nahost - die entgegen Trumps Aussagen gar nicht stattfinden - gänzlich ungeeignet. Deswegen werden sie von der iranischen Regierung als Unterhändler nicht weiter akzeptiert. Hinzu kommt, dass die USA bzw. Israel den Iran zwei Mal während laufenden Friedensverhandlungen angegriffen haben (Juni 2025 und Februar 2026). Irans Aussenminister Abbas Araghchi erklärte, man habe bei Verhandlungen mit den USA noch nie „gute Erfahrungen“ gemacht, und fügte hinzu, dass man vor Jahren zwar einmal eine Einigung erzielt habe, die USA sich dann aber davon zurückgezogen hätten – womit er auf den Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (JCPOA) von 2015 anspielte. „Wir haben keinerlei Vertrauen, dass die Verhandlungen mit den USA zu Ergebnissen führen werden. Das Vertrauen liegt bei null“, sagte er und fügte hinzu: „Wir sehen keine Aufrichtigkeit.“
Aus diesem Grund führt Iran gegenwärtig keine Verhandlungen mit den USA, weder direkt noch indirekt.
«Israels Raketenabwehrsysteme haben die Kosten eines Krieges drastisch gesenkt – und eine Gesellschaft, die Krieg nicht fürchtet, ist dazu verdammt, für immer mit ihm zu leben.» Das schreibt Guevara Bader, ein Student an einer israelischen Universität. Seine Beobachtungen und Gedanken sind beachtenswert!
Ohne Transparenz gibt es kein Vertrauen
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"Die Verpflichtung zum Widerstand beginnt dort, wo man erstens das Verbrechen und den Katastrophenweg erkennt, und zweitens die Möglichkeit hat, etwas dagegen zu tun" (Kurt Sendtner)
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