Naher und Mittlerer Osten: Teil 12
ab Mai 2026


02.05.2026 Einar Tangen: Die USA zerstören die Weltordnung, um ihre Hegemonie zu erhalten

Einar Tangen ist Senior Fellow am Teihe Institute und am CIGI. Er erörtert, wie die USA in einem verzweifelten Versuch, ihre globale Hegemonie wiederherzustellen, das internationale System demontieren.

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Zusammenfassung

Allgemeine Einordnung

Das Interview behandelt geopolitische Spannungen zwischen den USA, China, Russland und weiteren Akteuren. Im Zentrum stehen Energiepolitik, wirtschaftliche Entwicklungen, strategische Rivalität sowie die Frage nach einer neuen Weltordnung. Tangen argumentiert stark aus einer systemkritischen Perspektive gegenüber der US-Aussenpolitik, während China als langfristig denkender, stabilitätsorientierter Akteur dargestellt wird.

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Treffen zwischen Xi Jinping und Donald Trump

Tangen erwartet von einem möglichen Treffen kaum substanzielle Ergebnisse.

Wichtige Punkte:

Wichtige Interpretation: Das Treffen dient vor allem der politischen Inszenierung für Trump, nicht echter Problemlösung. China hingegen versucht, Stabilität zu bewahren und Eskalationen zu vermeiden.

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US-Strategie in der Energiepolitik

Ein zentraler Teil des Interviews ist die These, dass die USA gezielt globale Energieflüsse kontrollieren wollen.

Kernaussagen:

Besonders wichtiger Punkt: Die USA versuchen laut Tangen, Chinas Aufstieg zu bremsen, indem sie dessen Energieversorgung gefährden (z. B. durch Kontrolle von Seewegen wie der Strasse von Hormus oder der Strasse von Malakka).

Kritische Bewertung im Interview: Diese Strategie sei kurzsichtig, weil:

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Struktureller Wandel des Energiemarktes

Ein besonders zentraler und ausführlich behandelter Punkt ist der langfristige Wandel im Energiesystem.

Kernaussagen:

Sehr wichtiger Aspekt: Tangen betont, dass etwa 60 % des Ölverbrauchs (v. a. Transport) ersetzbar sind. Nur etwa 40 % (z. B. Chemieindustrie) bleiben langfristig bestehen.

Folgen:

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Zusammenhang zwischen Energie- und Nahrungskrise

Ein besonders anschaulich erklärter Teil ist der Zusammenhang zwischen Energie und Lebensmittelproduktion.

Zentrale Idee:
Energie ist in jedem Schritt der Nahrungsmittelproduktion enthalten:

Konsequenz: Steigende Energiepreise führen direkt zu steigenden Lebensmittelpreisen.

Wichtige Folgen:

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Globale Ungleichheit der Auswirkungen

Tangen unterscheidet zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Effekten.

Kurzfristig:

Mittelfristig:

Langfristig:

Besonders wichtig: Der „globale Süden“ trägt die Hauptlast der aktuellen Krise.

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Blockaden, Seewege und "Piraterie"

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Kontrolle maritimer Handelsrouten.

Kernaussagen:

Interpretation: Übergang von regelbasierter Ordnung zu Machtpolitik.

Wichtiger Punkt: Solche Massnahmen könnten langfristig gegen China gerichtet sein, insbesondere durch Blockaden strategischer Engpässe.

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Chinas Strategie

China wird als rationaler, langfristig denkender Akteur dargestellt.

Zentrale Elemente:

Sehr wichtiger Aspekt: China setzt auf „Zeit“ als strategischen Faktor: Abwarten, bis sich politische Verhältnisse im Westen ändern.

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Kritik an den USA und an Donald Trump

Tangen übt scharfe Kritik:

Zusätzliche Kritik:

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Europa in der Krise

Europa wird als besonders verwundbar beschrieben.

Zentrale Probleme:

Wichtiger Punkt:

Langfristige Prognose: Phase politischer Instabilität mit häufigen Machtwechseln („Hin und Her“).

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Gefahr eines grossen Konflikts

Das Interview zeichnet ein sehr pessimistisches Bild:

Wichtige Aussage: Es fehle eine klare „Endstrategie“ der USA.

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Vision einer neuen Weltordnung

Zum Schluss wird ein alternatives Modell diskutiert, das China vorschlägt:

Grundprinzipien:

Historischer Bezug:

Kernidee: Multipolare Welt statt US-Hegemonie

Kritik: Europa sei nicht bereit, dieses Modell ernsthaft zu prüfen.

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Fazit

Die wichtigsten Kernaussagen des Interviews sind:


Ohne Transparenz gibt es kein Vertrauen

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"Die Verpflichtung zum Widerstand beginnt dort, wo man erstens das Verbrechen und den Katastrophenweg erkennt, und zweitens die Möglichkeit hat, etwas dagegen zu tun" (Kurt Sendtner)

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Reden und diskutieren wir mit Andersdenkenden - Setzen wir uns für unsere Anliegen ein - Demonstrieren wir - Seien wir Ungehorsam - Handeln wir friedlich.

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