Macht und Imperialismus: Teil 18
ab August 2026


01.08.2026 Die Krise von Ceuta: Ein geopolitisches Ereignis mit offenen Fragen

Einleitung

Die Ereignisse in der spanischen Exklave Ceuta Ende Juli 2026 haben nicht nur in Spanien, sondern in ganz Europa für Aufsehen gesorgt. Innert kürzester Zeit überquerten schätzungsweise bis zu 50'000 Migrantinnen und Migranten die Grenze von Marokko aus und lösten damit einen Ausnahmezustand aus. Die Art und Weise dieses Massenzustroms, seine zeitliche Einbettung in einen schwelenden diplomatischen Konflikt und die beteiligten Akteure werfen Fragen auf, die weit über eine einfache Migrationskrise hinausgehen. Die Krise ist nicht isoliert zu betrachten, sondern als Symptom eines viel grösseren systemischen Problems, das koloniale Kontinuitäten, neoliberale Ausbeutung, ökologische Zerstörung und geopolitische Machtinteressen miteinander verbindet.

Der diplomatische Vorbote: Spaniens Weigerung, den USA und Israel beizustehen

Die unmittelbare Vorgeschichte der Krise ist ein dokumentierter diplomatischer Bruch zwischen Spanien einerseits und den USA sowie Israel andererseits. Die Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez weigerte sich, die US-Militärstützpunkte in Rota und Morón sowie den spanischen Luftraum für Militäroperationen im Krieg gegen den Iran zur Verfügung zu stellen. Spanien bezeichnete diesen Krieg öffentlich als völkerrechtswidrig und verweigerte konsequent jede militärische Beteiligung.

Diese Haltung rief scharfe Reaktionen aus Washington hervor. Es gab öffentliche Drohungen mit Handelsembargos, und im Pentagon wurden interne Überlegungen über mögliche Strafmassnahmen gegenüber NATO-Verbündeten angestellt, die keine Unterstützung gewähren. Der Zusammenhang zwischen Spaniens Haltung und der Möglichkeit von Vergeltungsmassnahmen ist somit nicht spekulativ, sondern wurde von seriösen Medien bestätigt.

Der Massenzustrom nach Ceuta: Fakten und Beobachtungen

Am 29. Juli 2026 geschah dann, was Spanien in eine tiefe Krise stürzte. Innert weniger Stunden überquerten Zehntausende Menschen die Grenze von Marokko nach Ceuta. Die Einreise erfolgte auf verschiedene Weise, doch in allen Fällen war sie von einer bemerkenswerten Koordination geprägt:

Schwimmend über das Meer: Die meisten Migranten kamen schwimmend oder mit einfachen Schwimmhilfen von den marokkanischen Stränden aus. Sie umrundeten die Wellenbrecher, die die Seegrenze markieren, und erreichten so die Strände von Ceuta. Die Distanz beträgt an der engsten Stelle nur etwa 300 bis 500 Meter, was die Überquerung trotz der Gefahren möglich macht. Mindestens 18 Leichen wurden aus dem Wasser geborgen.

Zu Fuss über den Landweg: Parallel dazu drangen grosse Gruppen zu Fuss über den Grenzzaun und die Landübergänge ein. Dieser Zaun ist sechs Meter hoch und mit Stacheldraht gesichert. Um ihn zu überwinden, setzten die Migranten elektrische Sägen ein, um den Zaun zu durchtrennen. Viele trugen dicke Kleidung, Pullover und Handschuhe, um sich vor Verletzungen durch den Stacheldraht zu schützen – Schutzausrüstung, die nach dem Überwinden des Zauns weggeworfen wurde. Um die spanischen Grenzschützer zu behindern, warfen einige der Angreifer sogar Branntkalk und Exkremente auf sie.

Keine Fahrzeuge oder Boote: In den Berichten wird nicht von Bussen, organisierten Fahrzeugkolonnen oder grösseren Booten gesprochen. Die Einreise erfolgte praktisch ohne Fahrzeuge – entweder zu Fuss oder schwimmend.

Die These der Orchestrierung

Die Art und Weise dieses Massenzustroms lässt kaum einen anderen Schluss zu, als dass es sich um eine geplante, organisierte Aktion handelte. Die verwendeten Werkzeuge, die Schutztaktiken, die gezielte Behinderung der Sicherheitskräfte und vor allem die schiere Anzahl der Beteiligten – bis zu 50'000 Menschen innerhalb kürzester Zeit – sind mit spontanen Einzelaktionen nicht zu erklären.

Hinzu kommt die zeitliche Nähe zum diplomatischen Bruch mit den USA und Israel. Die Krise von Ceuta ereignete sich unmittelbar nach Spaniens erneuter Weigerung, militärische Unterstützung zu leisten, und nachdem Spanien eine Annäherung an Algerien signalisiert hatte. Marokko wiederum hat in der Vergangenheit bereits mehrfach Migration als Druckmittel gegen Spanien eingesetzt – so etwa im Jahr 2021, als rund 8'000 Migranten die Grenze überquerten.

Die umstrittene Frage der Urheberschaft

Die von vielen Beobachtern und Analysten vertretene Theorie besagt, dass die USA, Israel und Marokko gemeinsam hinter dieser Aktion stehen könnten. Der spanische Journalist José Villarroya etwa bezeichnete den Vorfall in einem Interview mit teleSUR als eine "vom marokkanischen Königreich mit Unterstützung Israels und möglicherweise mit Wissen der USA orchestrierte Operation".

Für diese These sprechen mehrere Indizien: die strategischen Interessen aller drei Akteure, die öffentlichen Drohungen aus Washington und die Tatsache, dass selbst ein hoher spanischer Beamter mehrdeutig kommentierte, dass "die Dinge nun klarer werden" – was allgemein als Anspielung auf diese Theorie verstanden wurde.

Die zentrale Einschränkung bleibt jedoch: Es gibt keine öffentlich zugänglichen, belastbaren Beweise oder offiziellen Dokumente, die eine direkte Beteiligung oder Orchestrierung durch die USA oder Israel belegen. Die Theorie stützt sich auf Indizien, zeitliche Zusammenhänge, öffentliche Drohungen und strategische Logik. Auch wenn sie von vielen als plausibel erachtet wird, bleibt sie im Kern eine Theorie.

Die rasche Rückkehr der Migranten nach Marokko

Die rasche Rückkehr der Migrantinnen und Migranten ist das Ergebnis eines kombinierten Prozesses aus behördlichen Rückführungen im grossen Stil und freiwilligen Rückkehrentscheidungen vieler Betroffener. Unmittelbar nach der Krise einigten sich die Regierungen von Spanien und Marokko auf eine engere Koordinierung, um alle Personen, die illegal nach Ceuta eingereist waren, so schnell wie möglich zu repatriieren. Die spanischen Behörden führten die Rückführungen im Rahmen eines grossangelegten Einsatzes durch – offiziellen Angaben zufolge erfolgte dieser Prozess mit einer bemerkenswerten Geschwindigkeit von bis zu 150 Personen pro Minute. Ein nicht unerheblicher Teil der Migranten entschied sich auch aus eigenem Antrieb zur Rückkehr, da das Leben in Ceuta nach der Masseneinreise praktisch zum Erliegen gekommen war und die Bedingungen für die Neuankömmlinge äusserst schwierig waren.

Die politischen Hintergründe der EU-Härte: Rechtsruck und "Melonisierung"

Die aktuelle Härte der EU-Politik an ihren Aussengrenzen ist das Ergebnis eines tiefgreifenden politischen Wandels. Der EU-Migrations- und Asylpakt, der im Mai 2024 beschlossen wurde und im Juni 2026 in Kraft getreten ist, stellt die grösste Reform der europäischen Asylpolitik seit Jahrzehnten dar. Diese verachtet jedoch eine humanitäre Neuausrichtung. Stattdessen kapituliert sie vor rechtspopulistischen Forderungen.

Die Evangelische Volkspartei der Schweiz (EVP) kritisiert in ihrer Vernehmlassungsantwort zum EU-Migrations- und Asylpakt, dass der Schwerpunkt des Pakts "auf Abschottung, Härte und Migrationsabwehr" liege und die humanitäre Verantwortung zu wenig Beachtung finde. In den neuen Grenzverfahren sollen Schutzsuchende – Erwachsene, Familien, Kinder – während des gesamten Prozesses faktisch interniert werden, mit einer "drastischen Triage", um die Zahl der Schutzsuchenden, die überhaupt noch Zugang zu fairen Asylverfahren erhalten, auf ein Minimum zu reduzieren.

Diese Entwicklung ist ohne den Aufstieg rechter und rechtsextremer Kräfte nicht zu verstehen. Der Rechtsruck in der EU hat dazu geführt, dass ehemalige Brandmauern und die politische Ausgrenzung gegenüber extrem rechten Parteien zunehmend bröckeln. Konservative Kräfte kooperieren heute offener mit rechten Fraktionen, was dazu führt, dass Positionen, die früher als extrem galten, in den politischen Diskurs und in Gesetzesvorhaben einfliessen. Dieser Prozess wird oft als "Melonisierung" bezeichnet – in Anspielung auf Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die von einer fundamentalistischen Oppositionspartei zu einer pragmatisch-rechtsradikalen Regierungschefin wurde.

Die schreckliche Forderung nach "Remigration" – der Rückführung von Menschen mit Migrationshintergrund, notfalls unter Zwang – ist ein Paradebeispiel dafür. Papst Leo XIV. hat sich dagegen ausgesprochen und erklärt, dies sei "keine christliche Antwort". Es ist auch keine humanitäre Massnahme - sie ist menschenverachtend. In der Migrationsforschung beschreibt "Remigration" ursprünglich die freiwillige Rückwanderung; rechtspopulistische und rechtsextreme Gruppen haben das Wort jedoch umgedeutet und meinen damit eine massenhafte Abschiebung von Menschen mit Migrationsgeschichte. Recherchen von Correctiv zeigen, wie die AfD sich mit dem österreichischen Rechtsextremisten Martin Sellner und seinem Konzept der "Remigration" vernetzt, das auch "nicht-assimilierte Staatsbürger" einschliesst.

Der EU-Migrations- und Asylpakt ist als ein Rückschritt in der Asylpolitik zu sehen, der den Bruch der Genfer Flüchtlingskonvention in geltendes Recht giesst.

Die kolonialen und klimapolitischen Hintergründe

Die heutigen Migrationsströme sind nicht einfach "natürliche" Phänomene, sondern tief in historische und gegenwärtige Machtverhältnisse eingebettet. Die aktuelle EU-Migrationspolitik lässt sich nur verstehen, wenn man sie vor dem Hintergrund von (post-)kolonialen Kontinuitäten und der Klimakrise betrachtet.

Die koloniale Tiefenschicht: Die EU hat historisch ein liberales Migrationsregime für "weisse" Migration (innerhalb Europas) und ein restriktives für die rassifizierte Migration aus den (ehemaligen) Kolonien etabliert. Die Externalisierung der Grenzen – die Verlagerung der Verantwortung für die Grenzsicherung in Drittstaaten – hat in der kolonialen indirekten Herrschaft historische Vorläufer. Rhoda E. Howard-Hassmann betont in ihrer Untersuchung zu Reparationen an Afrika, dass die Forderung nach finanziellen Entschädigungen oft eigentlich eine "Forderung an den Westen" sei, "der ungeachteten Verteilung des Wohlstandes auf der Welt entgegen zu wirken".

Klimakolonialismus: Die Klimakrise wird massgeblich durch den deregulierten Kapitalismus und das neoliberale Wirtschaftssystem angetrieben, dessen Wohlstand auf der historischen Ausbeutung fossiler Ressourcen und der Externalisierung von Kosten in den globalen Süden beruht. Wie Global Citizen erklärt, stammen über 92 Prozent der weltweiten Kohlenstoffemissionen vom globalen Norden, während die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise in den Ländern des globalen Südens zu beobachten sind. Die Diskussion über Klimareparationen und die Finanzierung von "Loss and Damage" (Verlusten und Schäden) hat in den letzten Jahren zugenommen, doch die versprochenen Mittel wurden bisher nicht vollständig bereitgestellt. Der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) hat in seinem sechsten Bericht erstmals den Begriff "Kolonialismus" in seine Zusammenfassung aufgenommen und festgestellt, dass historische und anhaltende Formen des Kolonialismus die Anfälligkeit für die Auswirkungen des Klimawandels direkt verschlimmert haben.

Die wirtschaftliche Notwendigkeit von Migration und die Kriminalisierung der Solidarität

Entgegen dem politischen Narrativ der "Überfremdung" und "Belastung" ist Migration für die europäischen Volkswirtschaften keine Last, sondern eine Notwendigkeit. Die EU steht vor einem massiven demografischen Wandel: Die Bevölkerung altert, die Geburtenraten sinken, und ohne Zuwanderung werden ganze Wirtschaftszweige zusammenbrechen. Die sogenannte "legale Migration" wird jedoch stark eingeschränkt und auf hochqualifizierte Fachkräfte fokussiert, während diejenigen, die die Drecksarbeit verrichten, weiterhin als "illegale" Migranten stigmatisiert werden.

Ein weiterer besorgniserregender Trend ist die zunehmende Kriminalisierung zivilgesellschaftlicher Seenotrettung und humanitärer Hilfe. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung spricht von einer "systematischen Kriminalisierung ziviler Seenotrettung" und stellt fest, dass "was als humanitäre Hilfe begann, heute als Beihilfe zur 'illegalen' Migration diffamiert wird". Die EU hat ihre Grenzen zu einem "militarisierten Sperrgebiet" ausgebaut, mit Stacheldraht, Überwachungstechnik, Drohnen und Kriegsschiffen.

Die verpasste Chance: Eine gerechte Weltwirtschaftsordnung

Letztlich ist die Migrationskrise nichts anderes als ein Symptom einer ungerechten Weltwirtschaftsordnung. Solange die Handelsbedingungen so gestaltet sind, dass die Länder des globalen Südens ihre Rohstoffe zu Dumpingpreisen verkaufen müssen, während sie gleichzeitig mit Zöllen und Subventionen vom westlichen Markt abgehalten werden, solange wird es wirtschaftliche Not geben. Solange die Klimapolitik auf nationalen Egoismus und nicht auf globale Kooperation setzt, solange werden die Lebensgrundlagen zerstört. Die Migrationsfrage ist daher nicht isoliert zu betrachten, sondern als Teil eines grösseren, ungleichen Krieges um globale Gerechtigkeit.

Fazit

Die Krise von Ceuta ist ein komplexes Ereignis, in dem sich reale politische Konflikte mit einer geopolitischen Theorie überlagern, die viele Indizien für sich hat, aber mangels eindeutiger Beweise eine Interpretation bleibt. Fest steht: Der diplomatische Bruch zwischen Spanien und den USA/Israel ist real und dokumentiert. Fest steht auch, dass Marokko Migration als geopolitische Waffe einzusetzen weiss. Und fest steht schliesslich, dass der Massenzustrom nach Ceuta in seiner Art und Grössenordnung nicht spontan entstanden sein kann.

Die Migrationspolitik der EU ist kein Randphänomen, sondern ein Spiegelbild der globalen Ungerechtigkeit. Sie vereint koloniale Kontinuitäten, neoliberale Ausbeutung, rassistische Feindbilder, ökologische Zerstörung und geopolitische Machtinteressen. Eine wirklich humane Politik würde genau das Gegenteil tun: Sie würde die Ursachen beseitigen, die Grenzen öffnen und die globale Gerechtigkeit zur Priorität machen. Dass dies nicht geschieht, ist kein Versehen, sondern eine bewusste Entscheidung – und eine, die Europa moralisch und politisch weiter in die Isolation treibt.

Quellen:


01.08.2026 Aufgedeckt: Wie israelische Spione Ihr VPN kontrollieren

Übersetzung des Artikels von Mint Press News

Schätzungsweise 1,6 Milliarden Menschen nutzen VPNs für sensible Online-Aktivitäten, vom Ansehen illegaler Videos bis hin zu sexuellen oder politischen Handlungen. Doch nur wenige wissen, dass ein beträchtlicher Teil dieses Marktes – darunter drei der sechs beliebtesten VPNs – still und leise von einem israelischen Unternehmen betrieben wird, das enge Verbindungen zum israelischen Sicherheitsapparat unterhält, darunter die Eliteeinheiten 8200 und Duvdevan der israelischen Streitkräfte (IDF).

Frühere von MintPress News Recherchen über Israels zunehmende Kontrolle über die Technologiebranche haben aufgezeigt, wie diese Einheiten in viele der ungeheuerlichsten Hacking-, Überwachungs- und Mordprogramme Israels verwickelt waren und als Spione und Todesschwadronen agierten. Die Einheit 8200 beispielsweise war die Quelle vieler der weltweit berüchtigtsten Spionageprogramme, darunter Cellebrite und Pegasus. Letzteres Programm wurde eingesetzt, um Zehntausende hochrangige Politiker und Journalisten weltweit auszuspionieren, unter anderem von Saudi-Arabien, das es nutzte, um den Kolumnisten der Washington Post, Jamal Khashoggi, aufzuspüren und zu ermorden.

Vor diesem Hintergrund entstehen berechtigte Befürchtungen, dass die Kontrolle über ein riesiges VPN-Imperium Israels Einfluss auf die Online-Informations- und Sicherheitswelt vergrössern und Hintertüren für den israelischen Geheimdienst schaffen könnte, um eine gross angelegte Kompromat-Operation gegen Nutzer auf der ganzen Welt durchzuführen.

Diese Untersuchung ist Teil einer Reihe beleuchtet und die die Macht der wachsenden israelischen Technologiebranche beim Zugriff auf und der Kontrolle von Personendaten detailliert darstellt.

Ein Unternehmen wie kein anderes

Kape Technologies ist ein bedeutender Akteur im Bereich Online-Datenschutz und einer der drei Giganten, die den Markt gemeinsam beherrschen. Zum Unternehmen gehören viele der weltweit führenden VPN-Anbieter, darunter ExpressVPN, CyberGhost, Private Internet Access, ZenMate und Intego Antivirus, sowie zahlreiche Tech-Websites, die seine Produkte bewerben. Kape-Marken sponsern eine Vielzahl von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter Tucker Carlson, Angry Video Game Nerd, Drew Gooden, Lex Fridman, Cody Ko, Uncle Roger und Ben Shapiro.

„Wir leben in einem Zeitalter der Tyrannei“, sagt Shapiro in einem Video, in dem er für das Unternehmen wirbt, und fügt hinzu:

Das Internet steht im Zentrum eines Machtkampfes. Wenn einflussreiche Interessengruppen ihre Ziele durchsetzen wollen, setzen sie Regierung und Technologiekonzerne ein, um jede abweichende Meinung zu unterdrücken. Amerikaner werden gezwungen, genau das aufzugeben, was sie gross gemacht hat: ihre Meinungsfreiheit. Ich lasse mir meine Stimme nicht zensieren und lasse mich auch nicht von Technologiekonzernen und Regierung überwachen. Deshalb nutze ich ExpressVPN – und Sie sollten es mir gleichtun.

VPN steht für Virtual Private Network und ist ein Dienst, der Ihre Online-Anonymität schützen soll. Anstatt Ihre Daten Ihrem Internetanbieter mitzuteilen, geben Sie sie an den VPN-Anbieter weiter, der sie verschlüsselt. Dadurch können Nutzer staatliche Zensur umgehen und Online-Aktivitäten durchführen, mit denen sie nicht in Verbindung gebracht werden möchten, wie beispielsweise den Kauf verbotener Produkte, die Teilnahme an bestimmten Aktivitäten und die Kommunikation mit anderen. Daher vertrauen viele Menschen VPNs, um ihre sensibelsten Aktivitäten zu verbergen.

Obwohl Kape Technologies seinen Hauptsitz in London hat und weltweit über 1.000 Mitarbeiter beschäftigt, ist das Unternehmen stark israelisch geprägt. Dies beginnt mit seinem Inhaber Teddy Sagi. Der in Tel Aviv geborene Tycoon, der bereits sass wegen Finanzverbrechen im Gefängnis , verfügt über ein geschätztes Vermögen von 6,4 Milliarden US-Dollar und zählt damit zu den zehn reichsten Israelis.

Sagi pflegt seit Langem enge Beziehungen zur israelischen Armee (IDF) und soll Gerüchten zufolge sehr gute Kontakte zum israelischen Geheimdienst unterhalten. 2019 spendete er drei Millionen Dollar für Hunderte von Stipendien für ehemalige israelische Soldaten. „Es ist uns und mir persönlich eine Ehre, Ihnen im Namen aller israelischen Bürger unseren Dank und unsere Anerkennung auszusprechen“, sagte Sagi auf der Gala der Freunde der IDF. Er legte zudem Wert darauf, ehemaligen IDF-Soldaten Arbeitsplätze in seinen Unternehmen zu verschaffen.

Darüber hinaus spendete der Milliardär auf dem Höhepunkt seiner Kampagne gegen Gaza ganz öffentlich mehr als eine Viertelmillion Dollar an eine IDF-Wohltätigkeitsorganisation, die beim Transport von Soldaten zur und von der Front half.

Während seines Aufenthalts in Zypern im Jahr 2021 wurde er Ziel eines Attentatsversuchs, für den Israel den Iran als Drahtzieher verantwortlich machte, was die Spekulationen über seine Nähe zum israelischen Sicherheitsapparat weiter anheizte. (Der Iran seinerseits hat zurückgewiesen.) die Anschuldigungen

Die Verbindungen von Kape Technology zu den israelischen Sicherheitsdiensten enden hier nicht. Tatsächlich wimmelt es im Unternehmen von israelischen Geheimdienstmitarbeitern. Firmengründer und langjähriger CEO Koby Menachemi begann seine Karriere in der Technologiebranche als Entwickler für die Einheit 8200, während Liron Peer , der heutige Leiter der Buchhaltung, ebenfalls drei Jahre in dieser umstrittenen Militäreinheit diente. Menachemis Nachfolger als CEO von Kape, Ido Erlichman , ist ein Veteran der Einheit 217, der Duvdevan-Einheit, einer Elite-Kommandoeinheit, die Geheimdienstoperationen und Attentate gegen die arabische Bevölkerung vor Ort durchführt.

Wilderer wird Online-Wildhüter?

Vor 2018 war Kape Technologies unter dem Namen Crossrider bekannt und wurde häufig mit Malware in Verbindung gebracht. Crossrider war eine Plattform, die es ihren Kunden ermöglichte, ihre Software zu monetarisieren, indem Nutzern Werbung aufgezwungen wurde. Die Browser der Nutzer, sowohl PCs als auch Macs, wurden manipuliert und die Startseite auf eine Suchmaschine ihrer Wahl umgeleitet, um Werbeeinnahmen für das Unternehmen zu generieren. Obwohl Crossrider selbst keine Malware oder Viren entwickelte, war die Plattform berüchtigt dafür, Dritten die weltweite Verbreitung solcher Malware zu ermöglichen.

Daher waren nur wenige in der Tech-Szene beeindruckt, als das Unternehmen seinen Namen in Kape Technologies änderte und sich auf Online-Datenschutz und den Schutz der Öffentlichkeit vor skrupellosen Akteuren konzentrierte. Erlichman erklärte gegenüber einem israelischen Lokalmedium, die Namensänderung und das Rebranding seien aufgrund der „starken Verbindung zu den früheren Aktivitäten des Unternehmens“ notwendig gewesen. Anders ausgedrückt: Die Gruppe hatte sich einen so schlechten Ruf erworben, dass ein kompletter Imagewandel erforderlich war.

Im Jahr 2017 erwarb Crossrider/Kape mit CyberGhost seinen ersten VPN-Anbieter für 10 Millionen US-Dollar. Anschliessend startete das Unternehmen eine regelrechte Einkaufstour und übernahm mehrere namhafte Firmen, darunter ZenMate im Jahr 2018 für 5,5 Millionen US-Dollar, Private Internet Access im Jahr 2019 für 126 Millionen US-Dollar und ExpressVPN im Jahr 2021 für angeblich 936 Millionen US-Dollar – die bis dato mit Abstand teuerste VPN-Übernahme weltweit.

Kape Technologies kaufte ausserdem zahlreiche VPN-Testseiten wie vpnMentor und Wizcase auf – Plattformen, die ihren Lesern angeblich Experteninformationen darüber liefern, welches VPN am besten für sie geeignet ist. vpnMentor beteuert, dass dieser erhebliche Interessenkonflikt ihre Bewertungen nicht beeinflusst. „Bei vpnMentor dreht sich alles darum, durch Ehrlichkeit, Transparenz und Engagement Mehrwert zu bieten“, schreiben sie. Es ist ein bemerkenswerter Zufall, dass ihre Auszeichnung für die drei besten VPNs insgesamt an ExpressVPN, CyberGhost und Private Internet Access ging – allesamt Produkte von Kape Technologies. Tatsächlich belegten ExpressVPN, CyberGhost und Private Internet in jeder Kategorie die ersten Plätze: bestes VPN für Torrents, für Windows, für Android, für Mac, für iOS und für US-Nutzer. Auch Wizcases Top-3-VPN- Empfehlungen für 2024 gingen an ExpressVPN, CyberGhost und Private Internet Access. Beim Besuch der Website-Rankingseite wird Nutzern übrigens eine riesige Pop-up-Werbung für ein Sonderangebot für ein ExpressVPN-Abonnement angezeigt.

ExpressVPN-Manager, ein ehemaliger Spion

Bei der Nutzung eines VPN-Dienstes setzen Anwender grosses Vertrauen in das VPN-Unternehmen selbst. Sie müssen darauf vertrauen können, dass der Datenverkehr effektiv verschlüsselt, die Daten und die Serverinfrastruktur geschützt werden und die ihnen anvertrauten sensiblen Informationen nicht anderweitig verwendet werden. Wie bereits erwähnt, nutzen Einzelpersonen und Organisationen VPNs für diverse hochriskante Online-Aktivitäten.

Leider war Daniel Gericke, von 2019 bis 2023 Chief Technology Officer (CTO) von ExpressVPN, massgeblich an solchen fragwürdigen Praktiken beteiligt. Recherchen von Reuters enthüllten, dass Gericke ein Schlüsselmitglied eines Spionageteams war, das die Geräte von Menschenrechtsaktivisten, Journalisten und Regierungsbeamten hackte, deren Daten stahl und an die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate weitergab. Laut den Recherchen nutzten die VAE diese Daten, um Dissidenten aufzuspüren und zu foltern.

ExpressVPN stellte Gericke (einen ehemaligen Manager des Rüstungskonzerns Lockheed Martin) nach der Reuters -Enthüllung ein und hielt auch weiterhin zu ihm, selbst nachdem das US-Justizministerium ihn wegen seiner Rolle in der verdeckten Operation mit einer Geldstrafe von 335.000 US-Dollar belegt hatte. „Unser Vertrauen in Daniel ist ungebrochen“, erklärte das Unternehmen in einer Stellungnahme. Gericke verliess ExpressVPN im vergangenen Sommer nach fast vier Jahren im Unternehmen.

Sowohl die Einstellung Gerickes als auch der Verkauf des Unternehmens an einen anglo-israelischen Konzern mit einer mehr als fragwürdigen Vergangenheit führten zu einer Massenflucht bei ExpressVPN und werfen viele Fragen auf: Was genau tat dieser Cyber-Söldner, gegen den die US-Regierung wegen des Diebstahls sensibler Daten von Millionen von Menschen und deren Weitergabe an eine ausländische Regierung ermittelte, all die Jahre als Führungskraft bei ExpressVPN, insbesondere im Umgang mit den Nutzerdaten des Unternehmens? „Wenn Sie ExpressVPN-Kunde sind, sollten Sie es nicht sein“, resümierte Whistleblower Edward Snowden.

Eine Einheit wie keine andere

Mit seinem Hintergrund als ehemaliger Spion dürfte Gericke gut zu vielen anderen Führungskräften von Kape Technologies passen. Ido Erlichman, CEO von Kape von 2016 bis 2023, ist ein Veteran der Duvdevan, einer israelischen Elite-Kommandoeinheit. Die Duvdevan, als Israels „Todesschwadron“ bezeichnet vom Nahost-Nachrichtenportal Electronic Intifada, besteht aus Mitgliedern, die speziell ausgebildet werden, sich als Palästinenser zu tarnen, um feindliche Gruppen zu infiltrieren und aussergerichtliche Hinrichtungen durchzuführen. Sowohl das Auswahlverfahren als auch die Ausbildung sind extrem hart, und Duvdevan-Kommandos verbringen oft Monate oder sogar Jahre im Untergrund, bevor sie einen Einsatz erhalten.

Das Leben und Wirken der Duvdevan-Agenten wurden in der Netflix-Serie Fauda erforscht und bekannt gemacht.

Die Einheit 8200 geniesst unterdessen nicht weniger Prestige. Sie wird als Israels Harvard bezeichnet, und Eltern geben ein Vermögen für zusätzliche Kurse für ihre Kinder aus, da sie wissen, dass die Aufnahme in diese Einheit ihnen zahlreiche Türen in Israels aufstrebender Hightech-Industrie öffnen wird.

Doch die Einheit 8200 ist auch das Herzstück des repressiven Staatsapparats des Landes. Sie hat ein gigantisches digitales Überwachungsnetz geschaffen, mit dem die palästinensische Bevölkerung permanent überwacht, schikaniert und drangsaliert wird. Ihre Anrufe, E-Mails und jede ihrer Bewegungen werden von der Gruppe protokolliert.

Die Einheit 8200 nutzt diese Daten, um riesige Dossiers über die ihr unterstellten Palästinenser anzulegen. Diese Dossiers enthalten Informationen über deren Krankengeschichte, Sexualleben und Suchverlauf und dienen später der Erpressung. Muss eine Person für eine dringend notwendige medizinische Behandlung Kontrollpunkte passieren, kann ihr die Genehmigung entzogen werden, bis sie israelischen Forderungen nach belastendem Material über ihre Kameraden nachkommt. Informationen, etwa ob jemand seinen Ehepartner betrügt oder homosexuell ist, werden ebenfalls als Köder für Erpressung eingesetzt. Ein ehemaliger Soldat der Einheit 8200 berichtete, dass er im Rahmen seiner Ausbildung verschiedene arabische Wörter für „schwul“ auswendig lernen musste, um in Gesprächen darauf achten zu können.

Im Jahr 2014 traten 43 Reservisten der Einheit 8200 an die Öffentlichkeit und enthüllten, dass die Einheit keinen Unterschied zwischen normalen Palästinensern und Gewalttätern mache und dass Palästinenser generell als Staatsfeinde betrachtet würden. Sie behaupteten ausserdem, ihre Informationen seien an einflussreiche Lokalpolitiker weitergegeben worden, die diese nach Belieben nutzten.

Das jüngste Projekt der Einheit 8200, „Lavender“, nutzt künstliche Intelligenz zur Auswahl von Zielen für die israelischen Luftangriffe im Gazastreifen. Laut einer konservativen Schätzung der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ sind seit dem 7. Oktober 186.000 Menschen durch israelische Bombenangriffe ums Leben gekommen. Weitere zwei Millionen Menschen wurden vertrieben.

Agenten der Einheit 8200 haben viele der weltweit am häufigsten heruntergeladenen Apps entwickelt, darunter den Kartendienst Waze und die Kommunikationsplattform Viber. Die wohl folgenreichste Entwicklung war jedoch die Spionagesoftware Pegasus.

Pegasus wurde zur Überwachung von über 50.000 prominenten Persönlichkeiten weltweit eingesetzt, darunter Politiker wie der französische Präsident Emmanuel Macron, der pakistanische Premierminister Imran Khan und der irakische Präsident Barham Salih. Auch Journalisten, Menschenrechtsverteidiger und Mitglieder von Königshäusern wurden überwacht. Veteranen der Einheit 8200 verkauften Pegasus an einige der autoritärsten Regierungen der Welt. Der indische Premierminister Narendra Modi beispielsweise nutzte die Software, um belastendes Material über seine politischen Gegner zu sammeln, während andere Mitglieder seiner Regierung das Telefon einer Frau hackten, die den Obersten Richter Indiens der Vergewaltigung beschuldigte.

Zu den bekannten Abnehmern der Software gehören die US-amerikanische Central Intelligence Agency (CIA) sowie die Regierungen der Vereinigten Arabischen Emirate, Panamas und Saudi-Arabiens. Letztere nutzten die Software, um den Journalisten Jamal Khashoggi von der Washington Post zu überwachen, bevor dieser in der Türkei von saudischen Agenten ermordet wurde. Sämtliche Verkäufe von Pegasus mussten von der israelischen Regierung genehmigt werden, die offenbar Zugriff auf die Daten hatte, die die ausländischen Kunden von Pegasus sammelten.

Ehemalige Mitglieder der Einheit 8200 hatten bereits zuvor Spyware-VPNs entwickelt. 2013 kaufte Facebook Onavo Protect und bewarb das Produkt anschliessend massiv bei seinen Milliarden Nutzern. Diejenigen, die die App herunterluden, ahnten jedoch nicht, dass Onavo alles andere als eine Datenschutz-App war. Sie diente dazu, die Nutzer zu überwachen, um Facebook Einblicke in den Markt zu verschaffen und die Konkurrenz auszuschalten. Nachdem der Skandal öffentlich wurde, entfernte Facebook Onavo aus dem App Store. Seit 2019 ist das Produkt nicht mehr verfügbar.

Die Spione, die Ihre sozialen Medien kontrollieren

ie Zusammenarbeit von Facebook mit der Einheit 8200 reicht jedoch weit darüber hinaus. Recherchen des Autors für MintPress News im Jahr 2022 ergaben, dass zahlreiche ehemalige Mitglieder der Einheit 8200 anschliessend leitende Positionen bei Meta, der Muttergesellschaft von Facebook, bekleideten.

An vorderster Stelle steht Emi Palmor, eine langjährige Veteranin der israelischen Streitkräfte und ehemalige Generaldirektorin des israelischen Justizministeriums. Palmor ist eines von 21 Mitgliedern des Aufsichtsrats von Meta, jenes Gremiums, das letztlich die politische Ausrichtung von Facebook, Instagram und Threads bestimmt und entscheidet, welche Inhalte angemessen und welche inakzeptabel sind und unterdrückt werden sollen. Somit beeinflusst eine ehemalige Angehörige der Einheit 8200, welche Inhalte Milliarden von Nutzern online sehen – und welche nicht –, darunter vermutlich auch Inhalte zum israelischen Angriff auf Gaza, einem Thema, bei dem Facebook konsequent Israel bevorzugt und palästinensische Stimmen unterdrückt hat.

Die gleiche Untersuchung ergab, dass mindestens 99 ehemalige Agenten der Einheit 8200 bei Google arbeiteten. Darunter waren Googles Leiter für Strategie und operative Abläufe, Gavriel Goidel; der Leiter für Erkenntnisse, Daten und Management, Jonathan Cohen; und der Leiter des globalen Self-Service-Bereichs von Google Waze, Ori Daniel.

Microsoft hat unterdessen mindestens 166 Veteranen der Einheit 8200 eingestellt, um seine Reihen zu verstärken, darunter viele, die direkt vom Militär in das Unternehmen wechselten, was darauf hindeutet, dass es aktiv aus dem Regiment rekrutiert.

Diese Zahlen stellen mit Sicherheit eine erhebliche Unterschätzung dar, da die Offenlegung der aktuellen oder früheren Zugehörigkeit zur Einheit 8200 nach israelischem Recht strafbar ist. Die gefundenen Personen waren daher diejenigen, die dreist genug waren, sich dem israelischen Recht zu widersetzen.

Ist Ihre Identität sicher?

Internetsicherheit ist ein ernstes Thema. Über eine Milliarde Menschen vertrauen VPNs, um ihre Online-Identität zu schützen. Die Geschichte von Kape Technologies – von den Anfängen als Adware-Unternehmen, das Nutzer mit Werbung überschwemmte, bis hin zu den engen Verbindungen seiner Schlüsselfiguren zum israelischen Geheimdienst – wirft jedoch ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre seiner Kunden auf.

Im besten Fall entstehen besorgniserregende Interessenkonflikte, wenn man einem Unternehmen mit solch einem ethischen Hintergrund seine Daten anvertraut. Angesichts der Tatsache, dass viele der hier genannten Schlüsselfiguren enge Verbindungen zu Gruppen wie Duvdevan und Unit 8200 unterhalten, die beide grossangelegte Spionageoperationen durchführen, und der ehemalige CTO von ExpressVPN Berichten zufolge Nutzer ausspioniert und diese Informationen an ausländische Regierungen weitergegeben hat, kann man nicht ausschliessen, dass es sich hier um eine gigantische verdeckte Operation zur Datensammlung über unzählige Personen handelt, ähnlich den bekannten Praktiken von Unit 8200.

Während ExpressVPN, CyberGhost, Private Internet Access, ZenMate und andere Produkte von Kape Technologies möglicherweise sicher in der Anwendung sind, sollten Aktivisten und Revolutionäre – insbesondere diejenigen, die sich mit Themen wie Palästina befassen – zumindest die Geschichte des Unternehmens kennen, bevor sie ihm reflexartig vertrauen.

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Alan MacLeod ist leitender Redakteur bei MintPress News. Nach seiner Promotion im Jahr 2017 veröffentlichte er zwei Bücher: „ News From Venezuela: Twenty Years of Fake News and Misreporting“ und „Propaganda in the Information Age: Still Manufacturing Consent“ . Er   Bad   ausserdem   hat   sowie zahlreiche wissenschaftliche Artikel für FAIR.org , The Guardian , Salon , The Grayzone , Jacobin Magazine und Common Dreams geschrieben.


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